Glauben dank Gottes Zuspruch

 <div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-amriswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>105</div><div class='bid' style='display:none;'>5705</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Am Sonntag war der Start in die Allianz-Gebetswoche. An vielen Orten bildete ein gemeinsamer
Gottesdienst den Auftakt. In Amriswil stand das Wochenthema „Pilger und Fremde“ im Zentrum.
„Do isch keine, wo so liebt wie du!“, spielt die Band des Jugendgottesdienstes „Godi“. Einige unter den über 300 Besuchern des Allianzgottesdienstes in Amriswil TG beginnen mitzuklatschen. Dann dirigiert Micael Dikantsa den Brass Band Posaunenchor. „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren!“ Den Text hat Joachim Neander im Jahr 1680 geschrieben. Viele singen das bekannte Kirchenlied mit. Wer meint, derartig unterschiedliche Stücke passten nicht gemeinsam in einen Gottesdienst, wird überrascht. Doch, es passt. Am erstmals im Pentorama, einem öffentlichen Event-Zentrum, durchgeführten Gottesdienst zum Auftakt der Allianzgebetswoche stehen Jugendband und Posaunenchor gemeinsam auf der Bühne, spielen abwechslungsweise oder gemeinsam. Und genau das berührt die Generationen.

Welche Auswirkungen hat der Glaube?
„Wie beginnt der Glaube?“, fragt Markus Keller, Pfarrer der reformierten Kirche Amriswil, zu Beginn seiner Predigt, in deren Verlauf er in das Leben von Abraham blickt. Keller: „Glaube beginnt mit einer Gottesbegegnung. Das mache nicht ich selber.“ Solche Gotteserfahrungen seien individuell: erhörte Gebete, erlebte Bewahrung, erfahrene Hilfe, zugesprochene Vergebung, ein Liedtext oder ein Bibelvers, der einem ins Herz spricht. Gott ist der Handelnde, auch bei Abraham. Welche Auswirkungen hat der Glaube? Markus Keller nennt fünf Bereiche: Glaube setzt in Bewegung, Glaube macht zum Fremden, Glaube führt in die Wüste, Glaube lässt auch zweifeln, Glaube heisst, Verheissungen erfüllen sich. Im 1. Petrusbrief ist von „Pilgern und Fremden“ die Rede. In einer englischen Übersetzung gar von „strangers and aliens“, sagt Keller und führt seine weiteren Gedanken anhand dieser fünf Punkte aus.

Der Zweifel gehört auch dazu
Keller betont, dass Glaube kein System ist, das sich jederzeit berechnen lässt. Das Vertrauen an einen unsichtbaren Gott mache Christen für andere zu „Fremden“. Auch „Wüstenerfahrungen“ durch unerklärbare Umstände gehörten zum Glaubensleben und eben auch der Zweifel. Abraham habe in wichtigen Momenten nicht geglaubt, sondern selber gehandelt. Er schlief mit der Magd, um zu einem Kind zu kommen, aus Angst gab er seine Frau als seine Schwester aus, und das gleich zweimal. Aber, so Markus Keller, „trotz Zweifeln und Tricksereien wird der Glaube Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet, er gilt als Glaubensheld.“ Gottes Bund mit Abraham ist einseitig. Er fusst auf Gottes Zusage: „Ich bin mit dir!“ „Glaube ist keine Leistung“, folgert Keller, „Gott steht zu uns!“

Persönliche Reaktionen
Jetzt kommt Bewegung in die Gemeinde. Jeder holt eine Kerze und begibt sich zu einer der Stationen „Bewegung“, „Wüste“, „Zweifel“, „Fremdsein“ oder “Erfüllung“. Dort wird gebetet. Der Gottesdienst schliesst mit weiteren Liedern und Musik von Jugend- wie Brassband und dem gemeinsam gesprochenen „Unser Vater“. Und dann wird zusammen gegessen. Es gibt Kartoffelsalat und Fleischkäse. Ein Team der Buchwiesengemeinde ETG Erlen hat für alle gekocht.

Einladung zum Pilgern
Die Allianz Amriswil wird gebildet von den reformierten Kirchen Erlen und Amriswil, der Chrischona, der Heilsarmee und der ETG Erlen. Neben den Gebetsanlässen wird in diesem Jahr zum Pilgern in und um Amriswil eingeladen. Die Strecken führen zu Orten von geistlicher Bedeutung.

Autor: Rolf Höneisen, aus ideaSpektrum 3-18
Autor: Jakob Brüschweiler     Bereitgestellt: 18.01.2018     Besuche: 27 Monat  
aktualisiert mit kirchenweb.ch