Musikalische Galanterien: Orgel, Harfe und Oboe im Dialog

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Barocke Musik und ein Kontrapunkt mit Franz Liszts Orgelpräludium:
Volle Kirche zur Einweihung der revidierten Orgel in Amriswil.

Ausführende: Dagmar Grigarová, Orgel, Julia Kreyenbühl-Gschwend, Harfe und Philipp Kreyenbühl, Oboe.
Liliane Germann,
Die grosse Kirche füllte sich bis fast auf den letzten Platz. Mit so vielen Zuhörern hatten die Veranstalter „Amriswiler Konzerte“ wohl nicht gerechnet, die Programme waren innert kürzester Zeit vergriffen.

Harfe, Orgel und Oboe: Wie passen drei so unterschiedliche Instrumente zusammen? So lautete bei diesem Konzert die spannende Frage. Die einfache Antwort: Indem sich die Orgel zurück nimmt. Bei der eröffnenden Triosonate von G. Ph. Telemann kam man zuerst in den Genuss der leisen Orgelklänge, denn über diesen weichen Klangteppich lieferten sich Oboe und Harfe ein virtuoses musikalisches Duett barocker Melodien. Höchst spannend, wie sich die drei begnadeten Instrumentalisten abwechselnd die perlenden und mit vielen Schnörkeln verzierten Melodien der folgenden Komponisten zuspielten: Thomas Vincents Sonate für Oboe und Orgel, Antonio Soler‘s Concierto für Harfe und Orgel und Philipp Emanuel Bachs Sonate für Oboe und Harfe.

Mit einem Zeitsprung von 100 Jahren zum Komponisten Franz Liszt und mit dessen Präludium und Fuge über B-A-C-H stand dann doch noch die revidierte Orgel im Zentrum des Geschehens. Dagmar Grigarová zog dabei alle Register, führte die ganze Tonbreite der Königin der Instrumente vor und füllte das Kirchenschiff mit mächtigen Klangfarben.
Per Videoübertragung auf Leinwand konnten die Zuhörer das Geschehen auf der Orgelbank mitverfolgen.

Zurück zu den leisen Tönen: Den musikalischen Bogen zum Beginn des Konzerts spannten die drei Interpreten abschliessend gemeinsam mit der 78. Triosonate von Telemann und bedankten sich mit einer Zugabe für den langanhaltenden Applaus.

Barbara Hettich: Foto und Text
Irène Manz-Pomey: Text gekürzt


Bildlegende:
Die drei Interpreten verneigen sich beim Schlussapplaus: (vlnr) Julia Kreyenbühl-Gschwend, Dagmar Grigarová und Philipp Kreyenbühl.
Autor: Liliane Germann     Bereitgestellt: 19.02.2018      
aktualisiert mit kirchenweb.ch