Ideen für Kirchenzentrum gesammelt

kgv_diskussion —  Rege Diskussion an der Kirchgemeindeversammlung, an der sich die Kirchbürgerschaft intensiv und interaktiv mit dem geplanten Kirchenzentrum befasste. <div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-amriswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>710</div><div class='bid' style='display:none;'>8022</div><div class='usr' style='display:none;'>159</div>

Diakonie gestärkt, Budget und Steuerfuss genehmigt, mehrere Personen gewählt und über das geplante Kirchenzentrum diskutiert: 103 Mitglieder der Evangelischen Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri erlebten am Donnerstag, 20. Februar 2020, im Kirchgemeindehaus Amriswil eine lebhafte und konstruktive Kirchgemeindeversammlung.
Liliane Germann,
Der Behörde sei es wichtig, so Kirchenpräsidentin Claudia Schindler, frühzeitig Gedanken zum angedachten Kirchenzentrum aus der ganzen Gemeinde einzubinden. Weil am 17. Mai über die Durchführung eines Architektur-Projektwettbewerbs für ein Kirchenzentrum bei der Kirche abgestimmt werden soll, gestaltete sie die Kirchgemeindeversammlung für einmal in einem etwas anderen Rahmen: Im zweiten Teil konnten die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger in Gruppenarbeiten gemeinsam Impulse für den Planungsprozess des Kirchenzentrums erarbeiten.

Mehrwert für mehr als 1600 Reservationen

In einer kurzen Einführung erläuterte der Liegenschaftsverantwortliche Otto Seger den Nutzen, den sich die Vorsteherschaft von einem neuen Kirchenzentrum östlich der Kirche Amriswil verspricht. Es soll die dezentral gelegenen bestehenden Gebäude, das alte Pfarrhaus und das Kirchgemeindehaus, ersetzen. Die Anwesenden staunten nicht schlecht, dass in diesen älteren Räumlichkeiten, die nebst der Kirche betrieben werden, jährlich rund 1600 Reservationen gebucht werden. Am vielseitigen Gemeindeleben skizzierte Seger, welchen Mehrwert ein neues Kirchenzentrum aus betrieblicher, personeller und finanzieller Hinsicht bieten könnte. Es sei der Behörde wichtig, möglichst viele Gemeindeglieder in die Projektierungsphase einzubeziehen, was an der Versammlung geschätzt und rege benutzt wurde.

Chance nutzen, achtsam sein

Die Komplexität rund um kirchliche Anlässe und um die Planung des Kirchenzentrums wurde an der Versammlung in einer positiven Grundstimmung deutlich. Die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger trugen viele Bedürfnisse zusammen und beurteilten den Planungsprozess grundsätzlich als positiv. Ebenso bekamen sie in den Gruppenarbeiten die Möglichkeit, Namen für allfällige Architekten, Baukommissions- und Jurymitglieder einzubringen. Ein neues Kirchenzentrum wurde als Chance bezeichnet. Zweckmässigkeit und Multifunktionalität für Kirchenverwaltung und Anlässe aller Art standen grob zusammengefasst im Mittelpunkt der Anregungen. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt darüber nachzudenken. Die jetzige räumliche Situation wurde als Zumutung bezeichnet, wobei auch gesagt wurde, dass man mit einem neuen Kirchenzentrum «keine eierlegende Wollmilchsau» erwarten dürfe und dass nicht alles Wünschbare abgedeckt werden könne. Damit wurde auch deutlich gemacht, dass bei der Auswahl der Architektenteams genauso behutsam vorgegangenen werden soll wie beim Verkauf der bestehenden Liegenschaften. Fragen wurden hinsichtlich Finanzierung und Standortfrage eingebracht, wobei der Standort bei der Kirche grossmehrheitlich begrüsst wird. Eine Steuerfusserhöhung kommt indes nicht überall gut an. Es sei wichtig, dass ein Kostendach vorgegeben werde. Angeregt wurde, einen Teil mit Spendengeldern zu finanzieren. Ausserdem wurde die Idee eingebracht, den Architektur-Projektwettbewerb und die nachfolgende erste Projektierungsphase nicht wie geplant in einem einzigen Antrag, sondern in zwei Krediten dem Volk gestaffelt vorzulegen.

Sozialdiakonie fördern

Dass die Kirchenvorsteherschaft aber nicht nur in die Infrastruktur, sondern vor allem auch in die Menschen investieren will, bekräftigte sie mit einem Antrag, der kurz diskutiert und bei nur einer Enthaltung genehmigt wurde: Der auf vier Jahre befristete Ausbildungsplatz für sozialdiakonische Mitarbeitende im 50-Prozent-Teilpensum wurde von der Versammlung als Chance betrachtet und folgte Schindlers Argumentation, dass dies ein wichtiger Beitrag sei, um den theologisch-diakonischen Berufsnachwuchs zu fördern. Entsprechend wurde auch das Reglement des Fonds für diakonische Aufgaben genehmigt, das Zweck, Verantwortlichkeiten und Finanzen regelt.

Gleichbleibender Steuerfuss

Das Budget 2020 wurde ohne Gegenstimme genehmigt, nachdem einige Fragen geklärt werden konnten. Es weist einen Verlust von gut 67‘000 Franken aus, basierend auf dem gleichbleibenden Steuerfuss von 22 Prozent, der mit nur einer Gegenstimme gutgeheissen wurde. Als Kirchenpflegerin, die für die Finanzen zuständig ist, wurde Sonja Kempter mit einem Glanzresultat wiedergewählt. Die bisherigen Mitglieder der Rechnungsprüfungs kommission wurden für die Amtsperiode 2020 bis 2024 bestätigt, nämlich Adrian Salvisberg, Peter Schläpfer und Marianne Schmid. Ebenso gewählt wurden die Urnenoffizianten beziehungsweise -offiziantinnen Nicolas Keller (neu) sowie Marianne Bissegger, Maja Häberlin, Ruth Heussi, Silvana Howald, Therese Huber, Karin Jörger, Margrith Kreis, Fritz Roth, Beatrice Saxer, Elisabeth Schaltegger und Ruth Seger (alle bisher).

Claudia Schindler, Präsidentin




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Bereitgestellt: 21.02.2020     Besuche: 43 Monat  
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