Geschichte der Kirchgemeinde

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Kirche Amriswil Nordansicht

Alte Kirche Amriswil um 1890 —  mit ursprünglichem Turmspitz. Im Vordergrund der beizengekränzte Marktplatz, "Suufring" genannt.<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-amriswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>76</div><div class='bid' style='display:none;'>526</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Alte Kirche Amriswil um 1890: mit ursprünglichem Turmspitz. Im Vordergrund der beizengekränzte Marktplatz, "Suufring" genannt.

Kirche Sommeri Südwestansicht<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-amriswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>8</div><div class='bid' style='display:none;'>265</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Kirche Sommeri Südwestansicht

Ursprünge der Kirchgemeinde
Urkunden bezeugen erstmals zwischen 1165 und 1174 die Existenz der Kirche Niedersommeri. Für die Evangelischen ist sie die Mutterkirche. Die Sommerer Kirche, welche abwechslungsweise entweder dem Abt von St Gallen oder dem Bischof von Konstanz gehörte, ist Zeugin einer wechselvollen und oft auch kriegerischen Geschichte. 1408 erneuerte Bischof Albert Blarer in Konstanz einen Ablassbrief, der die Kirche Sommeri und die Kapelle in Amriswil (das heutige Kirchgemeindehaus) begünstigte. Diese Kapelle, erbaut ca. 1350, hat sich dann im Laufe der Zeit zur evangelischen Kirche von Amriswil entwickelt.

Reformation
Auch in unserer Kirchgemeinde verbreitete sich die neue Lehre schnell. 1529 wurden in den Gotteshäusern die Altäre und Heiligenbilder zerstört. Der katholische Gottesdienst wurde in der Folge ganz eingestellt. Die Leute von Sommeri kehrten 1534, nach der Niederlage der Reformierten im zweiten Kappeler Krieg, alle zum katholischen Glauben zurück, während die Hälfte der Bevölkerung von Obersommeri reformiert blieb.
Fortan und bis zum heutigen Tag wurde und wird die Kirche von Sommeri von Katholiken und Protestanten paritätisch genutzt.
1531 wurde die Kapelle in Amriswil von der evangelischen Gemeinde übernommen. Aus ihr erwuchs später die evangelische Pfarrkirche Amriswil. Sommeri blieb zwar noch weiterhin Pfarrkirche, denn regelmässige evangelische Gottesdienste wurden in Amriswil erst ab 1630 gehalten.

Wachstum in Amriswil
Die evangelischen Gemeindemitglieder von Amriswil wollten den Pfarrer näher bei der Kirche wohnhaft haben und kauften deshalb 1710 das 1672 erbaute, heutige “alte Pfarrhaus” an der Bahnhofstrasse. Es wurde bis 1974 als Pfarrhaus genutzt und dient seither, nach umfassender Renovation, als prächtiger Sitz unserer Kirchgemeindeverwaltung.
Ab 1850 setzte in Amriswil ein starkes Bevölkerungswachstum ein, sodass bei den Protestanten das Bedürfnis nach einer neuen Kirche stieg. Der Neubau wurde 1892 eingeweiht. Das alte Gotteshaus an der Romanshornerstrasse wurde von der Gemeinde Amriswil übernommen und nunmehr “Konzerthalle” genannt. Es diente als Lokal für Gemeindeversammlungen und Festanlässe aller Art. Diese „Zweckentfremdung“ wurde in den 1930er-Jahren beendet, als die ehemalige Kirche wieder in den Besitz der Kirchgemeinde wechselte und fortan als Kirchgemeindehaus seine Bestimmung fand.
1930 wurde beschlossen, eine zweite Pfarrstelle einzurichten. Die Bevölkerung wuchs weiter. 1949 wurde die dritte Pfarrstelle geschaffen, und zwar in Oberaach. 1955 wurde ein weiteres Pfarrhaus am Friedhofweg in Amriswil gebaut. 1972/73 wurde, als Ersatz für das „alte Pfarrhaus“, im Kreis Nord ein neues Pfarrhaus erbaut
Starke Kräfte im Westen der Kirchge meinde strebten schon seit Jahrzehnten den Bau einer Kirche in Oberaach an. Dieser alte Traum wurde 1964 verwirklicht.

Portrait
Fotogalerie

Dokumente
Geschichte der Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri
Neue evang-reformierte Kirche
Turmkopf-Dokument von1826, alte evang. Kirche
Autor: Bernhard Nauli     Bereitgestellt: 05.05.2012     Besuche: 13 Monat  
aktualisiert mit kirchenweb.ch